Historie bis 2016

1995 – 2004

Im Jahr 1995 wurde der Finow-Cup erstmals ausgetragen. Damals handelte es sich noch um ein Turnier mit acht E- sowie acht D-Jugend-Mannschaften, die nahezu alle aus Berlin, Brandenburg sowie aus Polen stammten. Erster Sieger war der FC Schwedt, dem es bislang neben dem TJ Jiskra Tanvald, dem FV Motor Eberswalde , FC Rot-Weiß Erfurt und Hertha BSC gelungen ist, in der 21-jährigen Geschichte zweimal in Finow triumphieren zu können. . In den folgenden Jahren von 1996 bis 1998 entwickelte sich das Turnier zu einem regional bedeutenden Fußballevent für D-Jugend-Mannschaften. Das Teilnehmerfeld umfasste damals in der Regel 20 Teams. 1996 trat der FC Berlin (heute wieder BFC Dynamo Berlin) die Nachfolge vom FC Schwedt an. Im darauf folgenden Jahr bezwang der Oranienburger FC Eintracht im Finale die Jungs vom MSV Rüdersdorf im Neunmeterschießen. Und 1998 ging der Titel an den FC Tollense Neubrandenburg, obwohl dessen Spieler eigentlich schon auf dem Großfeld ihren Ligaspielbetrieb absolvierten. Die vier Jahre von 1999 bis 2002 waren dann die erfolgreiche Zeit beim Finow-Cup für TJ Jiskra Tanvald aus Tschechien und den FV Motor Eberswalde. Beide Vereine gewannen abwechselnd die Trophäe. 2003 landete der FC Schwedt 02 seinen zweiten Erfolg und bezwang im Finale den FV Dresden-Nord knapp mit 1:0. In jenem Jahr wurden erst- und letztmalig fast alle Spiele auf dem sogenannten B-Platz ausgetragen. Das ist heutzutage bei dem deutlich größeren Teilnehmerfeld nicht mehr möglich und hatte sich damals auch nicht bewährt. Den 10. Finow-Cup 2004 gewann dann mit dem FC Rot-Weiß Erfurt erstmals ein recht prominenter Club, obwohl beispielsweise die Berliner Hertha an fast allen vorangegangenen Veranstaltungen teilgenommen hatte.

2005 – 2010

2005 begann für das Turnier eine neue Ära. Bereits 2004 waren die Stadtwerke Eberswalde als Hauptsponsor eingestiegen. Im darauf folgenden Jahr wollte man neue Maßstäbe setzen. So war es das Ziel von Stadtwerke-Geschäftsführer Jörg Thiem und seinen Mitstreitern, den Finow-Cup zum größten und attraktivsten D-Jugend-Turnier in Deutschland werden zu lassen und zudem mit einem Rahmenprogramm für jung und alt den Finow-Cup als das Finower Volksfest zu etablieren. Nach außen verkörperte insbesondere der neue Name ab 2005 – local energy Finow-Cup – und das Logo die neue Zeitrechnung (local energy ist ein Marketingverbund von Stadtwerken in Ostdeutschland). Des Weiteren wurde das Teilnehmerfeld auf 30 Mannschaften ausgeweitet. Unter anderem traten mit Borussia Dortmund, Werder Bremen, Hertha BSC Berlin, dem VfL Wolfsburg, dem FC Energie Cottbus und dem 1. FC Köln gleich sechs Bundesligisten an, zudem mit Darmstadt 98, Union Berlin, dem BFC Dynamo und Dynamo Dresden große deutsche Traditionsklubs und mit Pogon Stettin noch ein polnischer Erstligist. Der im Vergleich zur Vergangenheit deutlich höhere finanzielle Aufwand wurde durch die Bildung eines Pools von Mannschaftspaten – in der Regel hiesige Unternehmen und Institutionen – abgedeckt. Ein Großteil dieser Förderer des Finow-Cup´s halten uns seitdem die Treue bzw. kommen stets neue Partner hinzu. Am Ende hieß der Sieger des local energy Finow-Cup´s 2005 FC Energie Cottbus. Zwar hatten die Lausitzer in der Vorrunde gegen einen makellos agierenden BVB mit 0:2 unterlegen, doch im Finale revanchierten sie sich mit einem frühen 1:0, was sie sich nicht mehr nehmen ließen. Den dritten Platz belegte Pogon Stettin nach einem 2:0-Sieg vom Neunmeterpunkt gegen TB Berlin. Im Jahr 2006 wurde erneut die Teilnehmerzahl aufgestockt, nunmehr auf 32. Mit dieser Mannschaftsanzahl sollte auch der local energy Finow-Cup des Folgejahres ausgetragen werden. Erneut gab es Premieren von Bundesligisten am Finower Wasserturm. So gaben Hannover 96, der Hamburger Sportverein, der 1. FC Nürnberg, Arminia Bielefeld erstmals ihre Visitenkarte ab. Titelambitionen hegten auch Hertha BSC, Darmstadt 98, der 1. FC Köln und natürlich Titelverteidiger FC Energie Cottbus. Nach zwei tollen Fußballtagen bei besten Bedingungen siegte der 1. FC Nürnberg im Endspiel gegen den SV Darmstadt 98 mit 2:0. Im „kleinen“ Finale bezwang der SV Werder Bremen den FC Neubrandenburg mit 2:1. 2007 wurde der local energy Finow-Cup zusehends internationaler. Erstmals nahmen mit Slovan Bratislava und Austria Wien Mannschaften aus der Slovakei bzw. Österreich teil. Durch die Teams aus Kolberg und Stettin kämpften also Teams aus vier Ländern um den Sieg und gute Platzierungen. Sparkassenvorstand Uwe Riediger sprach angesichts des Teilnehmerfeldes schon von Europapokalfeeling. Favoriten waren sicherlich Borussia Dortmund, der 1. FC Köln, Hertha BSC, der VfL Wolfsburg, doch am Ende siegte Rot-Weiß Erfurt mit 2:1 im Finale gegen Dynamo Dresden durch zwei Treffer des überragenden Fabian Schnellhardt, der aktuell beim 1. FC Köln unter Vertrag steht und U17 Nationalspieler der DFB-Auswahl ist. Mit dem local energy Finow-Cup 2008 wurden neue Maßstäbe gesetzt. Das Starterfeld wurde auf 48 Mannschaften aufgestockt, wo nun aber in vielerlei Hinsicht die Grenze des Machbaren erreicht ist. Durch den neuen Modus mit KO-System gibt es insbesondere bei den Sonntagspielen viel Spannung und Emotionen. Der Event wurde 2008 insbesondere dadurch aufgewertet, dass zum ersten Mal der FC Bayern München um den Titel kämpfte. Hoffnungen auf den Sieg machten sich aber auch Borussia Mönchengladbach, der Karlsruher SC, Hertha BSC, Energie Cottbus, Erzgebirge Aue und Lok Leipzig. Zudem gaben der FC Fehervar aus Ungarn, die Bertie Peacocks und Ballinarmallard United aus Nordirland und der FC Kolberg aus Polen dem Turnier internationales Flair. Am Ende hieß der Sieger etwas überraschend aber völlig verdient Rot-Weiß Essen. Die Truppe aus dem Ruhrpott schaffte es, ohne ein einziges Gegentor in neun Partien zum Erfolg zu kommen. Im Finale setzten sie sich gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:0 durch. Die Fohlenelf hatte vorher im Halbfinale den FC Bayern im Neunmeterschießen ausgeschaltet. Die Münchener schossen sich dann im Spiel um Platz 3 ihren Frust von der Seele und überrannten den 1. FC Union Berlin förmlich mit 4:0. 2009 erreichte der local energy Finow-Cup eine weitere Steigerung. Erstmals waren mit Villareal CF und dem R.C.D. Mallorca zwei spanische Vereine aus der Primera Division am Start. Neben vielen anderen waren auch Rapid Wien, der KSC, Borussia Mönchengladbach, Hansa Rostock, Hertha BSC, Energie Cottbus, der MSV Duisburg, Darmstadt 98, Fortuna Düsseldorf, die Stuttgarter Kickers, der BFC und Union sowie Dynamo Dresden dabei. Den Sieg errang dann der FC Hansa Rostock. Die Jungs von der Küste besiegten im Finale den Karlsruher SC mit einem dramatischen 3:2 im Neunmeterschießen und krönten somit ihre Premierenteilnahme. Im kleinen Finale schlug der VfL Borussia Mönchengladbach Rapid Wien knapp mit 1:0. Durch den Verkauf der Stadtwerke Eberswalde GmbH, u.a. an die EWE AG, zeichnete sich in 2009 ein Ende des Engagements durch den örtlichen Energieversorger sowie durch die local energy GmbH ab. Andererseits stieg die EWE AG ihrerseits 2009 bereits als neuer Partner ein. Die EWE AG und die Sparkasse Barnim sind nun seit 2010 die Premiumsponsoren. Ungeachtet dessen können die Organisatoren aber unverändert auf über 30 Partner und Förderer der Veranstaltung bauen. Das Turnier kam mit seinem Namen zurück zu den Wurzeln: Finow-Cup. Neues Logo und neue Internetseite rundeten die neue Außendarstellung ab. Die Philosophie blieb aber gleich: Vermeintlich kleine Vereine sollen die Chance haben, sich mit großen Klubs zu messen. Kinder, Betreuer und Eltern sollen tolle Tage mit internationalem Credo in Finow verbringen und sich in Fairness und Toleranz üben. Auch 2010 konnten wir neue Highlights setzen. So debütierte der VfB Stuttgart und erstmals nahmen mit Sampdoria Genua und dem FC Parma italienische Teams an der damals 16. Auflage des Turniers teil. Hinzu kamen Mannschaften aus ganz Deutschland – u.a. Hertha BSC, Borussia Mönchengladbach, FC Hansa Rostock, Energie Cottbus, MSV Duisburg, Darmstadt 98, Eintracht Trier und Kickers Offenbach – sowie aus Spanien (R.C.D. Mallorca), der Slovakei (Slovan Bratislava), Dänemark (Skovshoved IF und Herlev) und Nordirland (Bertie Peacocks). Jeder der 48 Teilnehmer war mit großem Eifer dabei. Die zahlreichen Zuschauer sahen an beiden Tagen tollen Jugendfußball am Finower Wasserturm. Die stetig gestiegene Qualität wird nicht zuletzt dadurch unterstrichen, dass sich der FC Schwedt 02 als beste Mannschaft aus unserer Region mit dem 22. Platz begnügen musste. Den Sieg machten andere unter sich aus. So kam der FC Hansa Rostock als Titelverteidiger immerhin auf Platz drei durch einen knappen Sieg im kleinen Finale gegen die überraschend starke Eintracht aus Trier. Im Finale vor über 1.000 Zuschauern standen sich die Turnierneulinge aus Genua und Stuttgart gegenüber. Während der regulären Spielzeit konnten die Italiener die frühe Führung des VfB noch ausgleichen (1:1). Nach torloser Verlängerung kam es wie 2009 zum unausweichlichen Neunmeterschießen. Am Ende war Sampdoria ein glücklicher, aber auch verdienter Sieger des 16. Finow-Cup.

2011

Der 17.Finow-Cup stieg wie immer am dritten Juniwochenende 2011 zu Füßen des Finower Wasserturms. Mit dem Titelverteidiger aus 2010, Sampdoria Genua, dem damaligen Finalgegner VfB Stuttgart sowie dem FC Hansa Rostock, Borussia Mönchengladbach, Herta BSC und RCD Mallorca wollen gleich sechs Vereine um den Sieg mitmischen, die in 2010 unter den Top Ten waren. Darüber hinaus meldeten Slovan Bratislava, der FC RW Erfurt, der Karlsruher SC und der 1.FC Union Berlin Ambitionen auf vordere Platzierungen an. Nicht zu vergessen der SC  Putigamer Sturm Graz aus der Steiermark, erstmals in Finow mit stolzer Brust dabei, zumal das Männerteam zu diesem Zeitpunkt frischgebackener österreichischer Meister und Champions League Qualifikant war. Ein einzigartiges und geradezu dramatisches Phänomen ereillte Slovan Bratislava . Die Slovaken kamen in der Gruppe B ungeschlagen und ohne Gegentor, aber aufgrund von zwei 0:0 Unentschieden, nur auf Platz 3 hinter Sturm Graz und RW Erfurt. Ihnen blieb somit die Finalrunde edr besten 16 versagt. Da am zweiten Tuniertag alle Spiele erfolgreich absolviert wurden, resultiert daraus der 17.Platz in der Endabrechnung, sicherlich ein schwacher Trost für die weit gereisten und letztendlich traurigen Gäste des slowakischen Champions League Qualifikanten. Aber neben Bratislava mussten auch andere Favoriten frühzeitig Federn lassen. Titelverteidiger Sampdoria Genua, der VfB Stuttgart, RW Erfurt, der KSC und Borussia Mönchengladbach mussten schon im Achtelfinale ihre Siegträume begraben. Geradezu sensationell war hingegen das Abschneiden der Hauptstadtklubs. Mit Hertha, dem SC Staaken, Union, den Reinickendorfer Füchse, dem Frohnauer SC und dem Nordberliner SC erreichten gleich sechs Berliner Vereine das Achtelfinale bzw.fünf sogar die Runde der letzten Acht. Im Kampf um die Podestplätze gab es spannende und hochkarätigen Partien vor ca. 1.500 Zuschauern. den dritten Platz belegte der R.C.D. Mallorca. Nach der regulären Spielzeit stand es 1:1- Unentschieden. Volm Neunmeterpunkt bewiesen die stolzen Spanier bessere Nerven gegen den am Tag zuvor frisch gekürten Berliner Meister SC Staaken. Im Finale standen sich die Hertha aus Berlin und der Premierenteilnehmer SK Sturm Graz gegenüber. Die frühe Führung des Berliner Traditionsklubs sollte bis zum Ende Bestand haben. Somit hieß der Sieger 2011 Hertha BSC Berlin. Obwohl die Berliner fast immer am Finow-Cup teilnahmen, konnten sie erst bei der 17. Auflage den Pott mit nach Hause nehmen. Der SK Sturm Graz erwies sich als fairer Verlierer, erkannte die Leistung des Gegners an und zeigte sich mit dem zweiten Platz ebenfalls zufrieden. Der Gastgeber 1.FV Stahl Finow riss zwar erneut keine Bäume aus, konnte diesmal aber die rote Laterne aus den Jahren 2009 und 2010 abgeben und kam auf Platz 44 ein. Beste Mannschaft aus der Region war der FSV Bernau mit Platz 30, erneut ein Indiz für das hohe Niveau beim Finow-Cup.

2012

n 2012 standen sich erneut 48 Mannschaften aus ganz Deutschland sowie aus Spanien, Österreich, Großbritannien und der Slowakei im fairen Wettkampf gegenüber. Seinen Debütauftritt am Finower Wasserturm hatte der FC Schalke 04. Neben den Knappen traten mit Hannover 96, dem 1. FC Nürnberg (Sieger 2006), dem VfB Stuttgart, Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC sowie dem R.C.D. Mallorca, dem SK Sturm Graz und Slovan Bratislava acht weitere nationale und internationale Erstligisten an, die allesamt auch ins Achtelfinale einzogen. In der Gruppenphase gab es lediglich eine Überraschung, da der SC Charlottenburg die SG Dynamo Dresden hinter sich ließ und als Gruppenzweiter die Finalrunde erreichte. Neben den bereits genannten Teams spielten am Sonntag noch der 1. FC union Berlin, der FC Hansa Rostock (Sieger 2009), der FC Rot-Weiß Erfurt (Sieger 2004 und 2007), der Karsruher SC, der MSV Duisburg und Darmstadt 98 um den Sieg.

Die Finalrunde war von sehr hohem und ausgeglichenem Niveau gekennzeichnet. Lediglich ein Team dominierte klar seine Partien – und das war der Titelverteidiger Hertha BSC Berlin. Während man sich in der Vorrunde noch zwei torlose Remis gegen Falkensee/ Finkenkrug sowie Engelbostel/ Schulenburg leistete, gab man sich am Finalsonntag keine Blöße mehr. Im Achtelfinale wehrte sich der FC Hansa erbittert und unterlag den Hauptstädtern nur knapp im Neunmeterschießen. Souveräner wurden Darmstadt 98 sowie der VfB Stuttgart mit jeweils 3:0 im Viertel- und Halbfinale bezwungen.

Wie die Hertha zog auch der 1. FC Nürnberg ohne Gegentor bis ins Finale. Über die Gegner Slovan Bratislava (2:0), Rot-Weiß Erfurt (1:0) und Sturm Graz (1:0) qualifizierten sich die Franken für das Endspiel. Besonders auffällig agierten der Berliner Mittelfeldstratege Palco Dardei und Nürnbergs Torjäger Nico Geyer, die neben Hannovers Spielmacher Nikita Marusenko auch als beste Spieler des Turniers ausgezeichnet wurden. Die Ehrungen der besten Torhüter erfuhren Benjamin Osegovic vom SK Sturm Graz sowie Matthias Layer vom VfB Stuttgart.

Im Finale vor ca. 1.700 Zuschauern bezwang die Berliner Hertha den 1. FC Nürnberg dann mit 2:0. Im kleinen Finale sicherte sich der SK Sturm Graz durch einen knappen 1:0-Sieg über den VfB Stuttgart den dritten Platz. Auf den Plätzen 5-8 folgten Hannover 96, der FC Schalke 04, Darmstadt 98 und der FC Rot-Weiß Erfurt. Bestplatziertes Team aus dem Barnim war der FSV Bernau auf Platz 33. Der Gastgeber belegte einen ernüchternden 46. Platz, da ist also noch viel Luft nach oben.

2013

Vom 14.06. bis 16.06.2013 fanden sich wieder 48 Mannschaften aus Deutschland, Österreich, Großbritannien und Polen in Finow ein, um zum 19. Mal um den begehrten Finow-Cup zu spielen. Darunter mit dem FC Fulham erstmals ein Verein aus der englischen Premier League und mit Legia Warschau und dem VfL Bochum zwei weitere prominente Debütanten.

Das Jugendturnier selbst war ein voller Erfolg, auch wenn es für den Veranstalter ein paar Wermutstropfen gab. Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Fußball in Finow“ hatte man sich als zusätzlichen Höhepunkt die Traditionself von Bayer Leverkusen eingeladen, die drei Tage vor dem Turnier absprang, so dass in dieser kurzen Frist kein adäquater Ersatz gefunden werden konnte. Zudem sagte am Vorabend des Turniers die U13 von Eintracht Dortmund ab. Hier half freundlicherweise der Hamburger SV aus und trat mit einem zweiten Team an.

Bei besten äußeren Bedingungen sorgten insbesondere zwei Eberswalder Vereine für Überraschungen am ersten Tag. Ungeschlagen belegte der FV Preussen Eberswalde mit 11 Punkten den zweiten Platz in Gruppe A und zog neben Legia Warschau in die Finalrunde ein. Der Gastgeber, die SG Oberbarnim mit Spielern vom 1. FV Stahl Finow sowie vom SV Lichterfelde, bezwang Teutonia Berlin mit 1:0 und trotzte RB Leipzig einen Punkt ab, was zum erstmaligen Einzug in die Runde der Plätze 17-32 reichte, zumindest seitdem der Finow-Cup mit 48 Mannschaften ausgetragen wird. Ansonsten setzten sich die vermeintlichen Favoriten durch, jedoch konnten lediglich die späteren Finalisten aus Fulham und Mönchengladbach sämtliche Vorrundenspiele zu ihren Gunsten entscheiden.

Wie hoch die Qualität des Turniers und die Dichte in der Spitze sind, belegt die Tatsache, dass die Hälfte der Achtelfinalspiele erst vom Neunmeterpunkt entschieden wurden. Im Viertelfinale kam dann für Titelverteidiger Hertha BSC nach torlosen 15 Minuten im Neunmeterschießen das Aus gegen den späteren Sieger Borussia Mönchengladbach. Das gleiche Schicksal ereilte Sturm Graz, immerhin Zweiter und Dritter in 2011 und 2012, gegen den FC Fulham. Legia Warschau und der HSV kamen jeweils mit 1:0-Siegen über Darmstadt 98 bzw. Hannover 96 ins Halbfinale. Ab hier wurde deutlich, wie wichtig die individuelle Klasse einzelner Akteure für den Erfolg des ganzen Teams sein kann. So gewann Borussia Mönchengladbach nicht nur sein Halbfinale mit 1:0 durch einen sehenswerten Kopfballtreffer von Mawerick Dreßen, sondern auch das Finale vor ca. 1.200 Zuschauern gegen den FC Fulham dank einer starken Einzelleistung von Yannik Hahlen, der somit nicht nur als Antreiber und Spielgestalter der Fohlenelf zu gefallen wusste. Die Borussia überzeugte aber auch als Mannschaft, da man bis auf einen Treffer in der Vorrunde – erzielt übrigens vom FC Rot-Weiß Erfurt – ohne weitere Gegentore aus dem Spiel heraus erfolgreich verteidigte. Da blieb dem FC Fulham, nach der Vorrunde wohl der Topfavorit, trotz höherer Spielanteile und guter Möglichkeiten im Endspiel nur das Nachsehen.

Dafür konnten sich aber zwei ihrer Spieler, nämlich Tyrese Francois und CameronThompson, neben dem Polen Mikotei Neumann über die Auszeichnung zum Besten Spieler des Turniers freuen. Als beste Torhüter wurden Filip Biatoruski (Legia Warschau) und Marc Wessner (Borussia Mönchengladbach) geehrt.

Der dritte Platz ging nach Warschau, die mit ihren lautstarken Fans im Rücken vom Punkt gegen den HSV siegten. Auf den Plätzen folgten Hannover 96 und der SK Sturm Graz.

Der Gastgeber kam am Ende auf einem guten 32. Rang ein und der FV Preussen war als 16. die beste Barnimer Vertretung und bot in der Finalrunde vor allem gegen den 1. FC Nürnberg Paroli und unterlag hier erst im Neunmeterschießen. Ihre Spiele gegen Legia, Hansa Rostock, Hannover 96, Nürnberg und Bochum werden die Eberswalder Jungs aber so schnell nicht vergessen, ebenso wenig wie die Finower ihre Duelle gegen Gladbach, RW Erfurt, RB Leipzig und Union Berlin.

In 2014 kommt es dann zum nächsten Jubiläum: 20 Jahre Finow-Cup. Und der Veranstalter freut sich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten und auf viele neue Teilnehmer!

2014

Vom 27.06. bis 29.06.2014 fand die 20. Jubiläumsauflage des Finow-Cup statt. Seit 2008 bzw. zum siebten Mal traten 48 Mannschaften aus Deutschland, Österreich, Großbritannien und Italien an, um sich die begehrte Trophäe zu erkämpfen. Ein besonderes Highlight war sicherlich die Premierenteilnahme von Juventus Turin. Die „alte Dame“ ist immerhin der einzige Fußballklub in Europa, der alle Titel errang, die man als europäische Klubmannschaft überhaupt gewinnen kann und wird es wohl auch bleiben, da manche Wettbewerbe (z.B. Messepokal) in dieser Form heute nicht mehr ausgetragen werden. Darüber hinaus freuten sich die Organisatoren sehr über den Erstauftritt des 1. FC Magdeburg, einen der traditionsreichsten Ostklubs überhaupt und unvergessener, einziger Europapokalsieger der ehemaligen DDR.

Neben diesen beiden Vereinen rechneten sich wohl die anwesenden Bundesligisten von Borussia Mönchengladbach (Titelverteidiger), Borussia Dortmund, Schalke 04 und Hertha BSC (Sieger 2011 und 2012) sowie der FC Fulham (2. Platz in 2013) und der SK Sturm Graz die größten Chancen auf den Titelgewinn aus. Zum erweiterten Favoritenkreis waren der Karlsruher SC, Hansa Rostock, Darmstadt 98, Dynamo Dresden, Rot-Weiß Erfurt und RB Leipzig zu zählen.

Beim organisatorischen Ablauf lief alles wie am Schnürchen, lediglich das Wetter ließ am Samstag ein paar Wünsche offen. Aber alle Teams hatten u.W. eine gute Anreise und blieben von den deutschlandweiten Hochwasserkapriolen des Vorjahres verschont. Aktive, Schiedsrichter, Kampfgerichte sowie Betreuer und Anhänger waren alle mit ganzem Herzen bei der Sache, so dass einem leidenschaftlichen Fußballwochenende nichts im Wege stand.

Der 20. Finow-Cup wird wohl als großes „Favoritensterben“ in Erinnerung bleiben. So musste sich der FC Fulham, immerhin Finalist in 2013, in der „Todesgruppe A“ hinter RB Leipzig und dem F.C. Hansa Rostock mit dem dritten Rang begnügen, somit blieb den Londonern der Einzug in die Finalrunde verwehrt. Das gleiche Schicksal ereilte die U12 von Borussia Dortmund, die in Gruppe B hinter Rot-Weiß Erfurt und dem FC Mecklenburg Schwerin ebenfalls auf dem Gruppenplatz 3 einkam. Auch Union Berlin, Dynamo Dresden und Eintracht Trier schafften nicht den Einzug in die Finalrunde. Sicherlich ein Beleg dafür, dass der Finow-Cup auch in der Breite zunehmend stärker besetzt ist. Hier seien die BSG Stahl Riesa, der JFV A/O Heeslingen und der FC Oberneuland exemplarisch genannt.

In den Achtelfinals am Sonntag kam es gleich wieder zu zwei faustdicken Überraschungen. Der KSC schlug den Titelverteidiger aus Gladbach denkbar knapp mit 5:4 nach Neunmeterschießen. Und im Duell der Debütanten bezwang der 1. FCM Juve mit 1:0. Aufgrund des K.O.-Systems konnten die Fohlenelf und die hochdotierten Italiener somit nur noch um die Plätze 9-16 spielen. Auch im Viertelfinale war der KSC vom Punkt erfolgreich und schoss den FC Schalke aus dem Turnier. In der Runde der letzten acht kam auch für Sturm Graz, Hansa und Stahl Riesa das Aus.

Am Ende setzte sich das Überraschungsteam des 1. FC Magdeburg durch und gewann den 20. Finow-Cup. Doch kann man noch als Überraschungsteam bezeichnet werden, wenn man alle K.O.-Spiele mit 1:0 gewinnt und so renommierte Vereine wie Hertha BSC, Juventus Turin, den F.C. Hansa Rostock und RB Leipzig besiegt? Sicher nicht. Der Auftritt der Magdeburger erinnerte sehr an den Sieger von 2008, den FC Rot-Weiß Essen, der damals ebenfalls kein Gegentor kassierte, diese Leistung jedoch im ganzen Turnier vollbrachte!!

 2015


Vom 19.06. bis 21.06.2015 wurde der Finow-Cup bereits zum 21. Mal ausgetragen. Erneut traten 48 Mannschaften aus Deutschland, Österreich, Polen, Großbritannien und erstmals aus Russland an. Prominentester Premierenteilnehmer in diesem Jahr war sicherlich Lokomotive Moskau. Zwar trat der russische Erstligist „nur“ mit der U12 an, diese schlug sich aber mit Platz 12 in der Endabrechnung ganz achtbar.

Zu den Titelfavoriten zählten sicherlich die Nachwuchskicker der deutschen Erst-, Zweit- und Drittligisten, somit Borussia Mönchengladbach (Sieger 2013), der FC Schalke 04, Darmstadt 98, Union Berlin, der Karlsruher SC, RB Leipzig, VfL Osnabrück, Dynamo Dresden, der FC Hansa Rostock, der FC Energie Cottbus, der Hallesche FC sowie der FC Rot-Weiss Erfurt und der Titelverteidiger 1. FC Magdeburg. Darüber hinaus durfte man auf das Abschneiden der internationalen Gäste vom FC Fulham, Sturm Graz, Legia Warschau, Lok Moskau und dem FC Histon (GB) gespannt sein. Und wie im Vorjahr konnte man davon ausgehen, dass das eine oder andere Außenseiterteam Furore machen wird.

Bis auf das zeitweise mäßige Wetter war der organisatorische Ablauf nahezu perfekt. Während die Regenschauer den Fußballern, Trainern und Fans beim Wettkampf kaum zu schaffen machten, war es für die Abendveranstaltung mit Liveband und Feuerwerk schon sehr schade und hielt sicherlich den einen oder anderen ab, zum Finower Wasserturm zu kommen.

Wie beim 20. Jubiläumsturnier in 2014 mussten einige hochdotierte Mannschaften bereits nach der Vorrunde ihre Titelambitionen begraben. So schafften der 1. FC Union Berlin, der Hansa Rostock, der FC Fulham, Legia Warschau, RB Leipzig (U12) und Darmstadt 98 nicht den Einzug in die Finalrunde der besten 16 Teams. Vielmehr fielen der Berliner SC, die BSG Stahl Riesa und der FC Mecklenburg-Schwerin als Sieger ihrer Gruppen bereits auf und sollten auch am Finalsonntag von sich reden machen.

Im Achtelfinale kam für den Titelverteidiger 1. FC Magdeburg das Aus. Gegen den FC Schalke unterlag man denkbar knapp im Neunmeterschießen. Den Viertelfinaleinzug schafften auch die Gladbacher (gegen Lok Moskau), Graz (gegen Dynamo Dresden) sowie Riesa, der Hallesche FC, der KSC, Rot-Weiss Erfurt und der Berliner SC. Zwei der darauffolgenden Viertelfinalspiele wurden vom Neunmeterpunkt zugunsten von Schalke und Erfurt entschieden. Auch die anderen beiden Partien endeten mit jeweils nur einem Tor Unterschied, ein Zeichen für das Topniveau des Turniers in der Breite. In einer finalwürdigen Partie unterlag der SK Sturm Graz den Gladbacher Fohlen mit 1:2, und der Berliner SC setzte seinen sensationellen Siegeszug auch gegen den KSC mit 1:0 fort. Im ersten Halbfinale waren die Bundesligisten unter sich. Etwas überraschend konnten die Schalker Knappen einen 2:0-Sieg gegen Mönchengladbach einfahren, während der Berliner SC zum 2. Mal an diesem Sonntag ein Neunmeterschießen – diesmal gegen Erfurt – für sich entschied.

Und so kam es zum Finale FC Schalke 04 gegen der Berliner SC. Die Schalker Jungs waren gewarnt, hatten sie doch bereits das Gruppenspiel gegen den BSC mit 0:1 verloren. Und mit dem gleichen Resultat bezwangen die Berliner die Gäste aus dem Ruhrpott und gewannen sensationell den 21. Finow-Cup in einem spannenden Finale vor über 1.500 Zuschauern. Erfolgsrezept war sicherlich die überragende Defensive. Während des gesamten Turniers wurde klug verteidigt und man kassierte nicht ein einziges Gegentor aus dem Spiel heraus. So kamen auch RW Essen bzw. der 1. FC Magdeburg zu ihren Triumphen in den Jahren 2008 bzw. 2014. Neben einer effektiven Verteidigung konnte der BSC aber auch wirksame Konter setzen, von denen einer zum finalen Siegtreffer führte.

Wie schnitten die Einheimischen Vereine ab? Eher enttäuschend! Bestplatziertes Barnimer Team war der FSV Basdorf (37.), knapp vor Lok Eberswalde (38.). Die SG Friedrichswalde/ Joachimsthal kam auf Platz 40 vor den Preussen aus Eberswalde (41.) ein. Und für den Gastgeber vom 1. FV Stahl Finow war es sicherlich nur ein kleiner Trost, diesmal nicht Letzter, sondern Vorletzter geworden zu sein, und die rote Laterne an den Lokalrivalen vom FSV Bernau weitergereicht zu haben.

Das Teilnehmerfeld für den 22. Finow-Cup 2016 ist so gut wie komplett. Alle dürfen sich wieder auf ein internationales Teilnehmerfeld und die einzigartige Atmosphäre am Fuße des Finower Wasserturms freuen. Bis dahin wünschen wir allen eine verletzungsfreie Zeit und viel Spaß bei der schönsten Nebensache der Welt!

2016

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Der 22. Finow-Cup fand vom 17.06. -19.06.2016 statt. Noch nie war der Finow-Cup so international, konnten wir doch 48 Mannschaften aus sechs Ländern (Deutschland, Österreich, Polen, Russland, Ungarn, Italien) am Finower Wasserturm begrüßen. Leider fand mit dem SV Darmstadt 98 nur ein Erstligist nach Finow, aber mit dem Hellas Verona und Dinamo Star Budapest hatte unser Turnier auch wieder zwei internationale Debütanten. Außerdem wollten Lokomotive Moskau, der Karlsruher SC, SK Sturm Graz, Legia Warschau, der 1. FC Magdeburg, der FC Energie Cottbus, der FC Hansa Rostock, die SG Dynamo Dresden, der VfL Bochum, der FC Rot Weiß Erfurt, der Hallesche FC und viele andere mehr dem Titelverteidiger vom Berliner SC den Kampf ansagen.

In den Vorrundenspielen blieben die ganz großen Überraschungen aus. Lediglich der 1. FC Neubrandenburg verwies Hellas Verona auf Platz 2 und Energie Cottbus auf Platz 3 in der Gruppe B. Sehr eng ging es auch in der Gruppe H hinter Spitzenreiter Legia Warschau zu. Am Ende kam die TSG Neustrelitz auf den zweiten Finalrundenplatz, während sich der Hallesche FC mit Platz 3 begnügen musste. Tennis Borussia Berlin kam als einziges Team mit 5 Siegen in die Finalrunde, während der KSC, Magdeburg, Neubrandenburg, der FC Hansa, Budapest und Warschau zumindest ohne jedes Gegentor blieben.

Von den am Sonntag folgenden Achtelfinals wurden 5 (!!) im Neunmeterschießen entschieden. Hierbei erwiesen sich Graz, Darmstadt, Dresden, Neustrelitz und Moskau als die glücklicheren gegen ihre Konkurrenten. Auch das am ersten Tag noch makellose Team von TB musste nach einem knappen 0:1 im Derby gegen den Berliner SC vorzeitig die Segel streichen. Für den Titelverteidiger aus Berlin war aber im Viertelfinale gegen starke Italiener aus Verona Schluss. Neben Hellas konnten sich Darmstadt 98, Dynamo Dresden und Lokomotive Moskau für die Vorschlussrunde qualifizieren. Und auch in den Halbfinals blieb es eng. In einem packenden Duell bezwang Darmstadt Verona mit 3:2 und erlangte nach 2006 seine zweite Finalteilnahme in der Geschichte des Finow-Cup. Lokomotive Moskau zog weiter souverän seine Kreise und bezwang Dynamo Dresden mit 1:0. Glücklicher waren die Sachsen aber nach dem Spiel um Platz 3. Gegen die sympathischen Hellenen ging man als 1:0-Sieger vom Platz. Im Finale vor über 1.500 Zuschauern standen sich dann mit Lokomotive Moskau und dem SV Darmstadt 98 zwei Turnierfavoriten gegenüber. Die Partie wurde von den physisch robusten Russen dominiert und verdient mit 1:0 gewonnen. Das goldene Tor erzielte Danil Fomin per Kopf. Den Triumph feierten die Mannschaft von Trainer Vyatscheslav Daev sowie ihr Anhang nach dem Abpfiff ausgelassen.

Bestes Barnimer Team war diesmal Rot-Weiß Schönow, die einen guten 30. Platz belegen konnten. Preusen Eberswalde kam auf Platz 34, Bernau auf 36, Lok Eberswalde auf 37 und der 1. FC Finowfurt auf Platz 48 ein.

Als beste Spieler wurden Mattia Florio (Hellas Verona), Emre Ekiz (KSC) und Kacper Smorgol (Hansa Rostock) geehrt. Die Auszeichnungen als beste Spieler verdienten sich Robin Feger (SV Darmstadt 98) und Denis Uralew (Lok Moskau).

Der 22. Finow-Cup fand vom 17.06. -19.06.2016 statt. Noch nie war der Finow-Cup so international, konnten wir doch 48 Mannschaften aus sechs Ländern (Deutschland, Österreich, Polen, Russland, Ungarn, Italien) am Finower Wasserturm begrüßen. Leider fand mit dem SV Darmstadt 98 nur ein Erstligist nach Finow, aber mit dem Hellas Verona und Dinamo Star Budapest hatte unser Turnier auch wieder zwei internationale Debütanten. Außerdem wollten Lokomotive Moskau, der Karlsruher SC, SK Sturm Graz, Legia Warschau, der 1. FC Magdeburg, der FC Energie Cottbus, der FC Hansa Rostock, die SG Dynamo Dresden, der VfL Bochum, der FC Rot Weiß Erfurt, der Hallesche FC und viele andere mehr dem Titelverteidiger vom Berliner SC den Kampf ansagen.

In den Vorrundenspielen blieben die ganz großen Überraschungen aus. Lediglich der 1. FC Neubrandenburg verwies Hellas Verona auf Platz 2 und Energie Cottbus auf Platz 3 in der Gruppe B. Sehr eng ging es auch in der Gruppe H hinter Spitzenreiter Legia Warschau zu. Am Ende kam die TSG Neustrelitz auf den zweiten Finalrundenplatz, während sich der Hallesche FC mit Platz 3 begnügen musste. Tennis Borussia Berlin kam als einziges Team mit 5 Siegen in die Finalrunde, während der KSC, Magdeburg, Neubrandenburg, der FC Hansa, Budapest und Warschau zumindest ohne jedes Gegentor blieben.

Von den am Sonntag folgenden Achtelfinals wurden 5 (!!) im Neunmeterschießen entschieden. Hierbei erwiesen sich Graz, Darmstadt, Dresden, Neustrelitz und Moskau als die glücklicheren gegen ihre Konkurrenten. Auch das am ersten Tag noch makellose Team von TB musste nach einem knappen 0:1 im Derby gegen den Berliner SC vorzeitig die Segel streichen. Für den Titelverteidiger aus Berlin war aber im Viertelfinale gegen starke Italiener aus Verona Schluss. Neben Hellas konnten sich Darmstadt 98, Dynamo Dresden und Lokomotive Moskau für die Vorschlussrunde qualifizieren. Und auch in den Halbfinals blieb es eng. In einem packenden Duell bezwang Darmstadt Verona mit 3:2 und erlangte nach 2006 seine zweite Finalteilnahme in der Geschichte des Finow-Cup. Lokomotive Moskau zog weiter souverän seine Kreise und bezwang Dynamo Dresden mit 1:0. Glücklicher waren die Sachsen aber nach dem Spiel um Platz 3. Gegen die sympathischen Hellenen ging man als 1:0-Sieger vom Platz. Im Finale vor über 1.500 Zuschauern standen sich dann mit Lokomotive Moskau und dem SV Darmstadt 98 zwei Turnierfavoriten gegenüber. Die Partie wurde von den physisch robusten Russen dominiert und verdient mit 1:0 gewonnen. Das goldene Tor erzielte Danil Fomin per Kopf. Den Triumph feierten die Mannschaft von Trainer Vyatscheslav Daev sowie ihr Anhang nach dem Abpfiff ausgelassen.

Bestes Barnimer Team war diesmal Rot-Weiß Schönow, die einen guten 30. Platz belegen konnten. Preusen Eberswalde kam auf Platz 34, Bernau auf 36, Lok Eberswalde auf 37 und der 1. FC Finowfurt auf Platz 48 ein.

Als beste Spieler wurden Mattia Florio (Hellas Verona), Emre Ekiz (KSC) und Kacper Smorgol (Hansa Rostock) geehrt. Die Auszeichnungen als beste Spieler verdienten sich Robin Feger (SV Darmstadt 98) und Denis Uralew (Lok Moskau).

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